Soziale Arbeit im digitalen Wandel

Die Sozialwirtschaft ist als systemrelevante soziale Dienstleistungen etwa in der Pflege, der Kinder- und Jugendhilfe oder der Suchberatung besonders wichtig. Die Digitalisierung bietet dabei großes Innovationspotenzial sowie neue Angebote und Möglichkeiten. Neben der Entwicklung von neuen Anwendungen, können bestehende Methoden verbessert werden und erleichtern somit den Alltag von Klient*innen, aber auch der Beschäftigten. Um die Potenziale der Digitalisierung nutzen zu können, müssen Anwendungen neu entwickelt oder angepasst werden.

Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Sozialwirtschaft

Die Sozialwirtschaft zeichnet sich durch komplexe Strukturen und Interessen aus. Gerade in der digitalen Transformation gilt es die Bedürfnisse aller Akteure, der Anbieter sozialer Dienstleistungen (Wohlfahrtsverbände, soziale Unternehmen etc.), der Beschäftigten, der Klient*innen und der staatlichen Kostenträger zu berücksichtigen.  

Der Einsatz digitaler Technologie eröffnet der Sozialwirtschaft viele Chancen: er ermöglicht neue Angebotsstrukturen, effizientere Arbeitsabläufe, eine flexiblere Arbeitsorganisation und eine verbesserte Kommunikation in den Versorgungsteams. Es gibt innerhalb der Branche jedoch auch viele und durchaus berechtigte Vorbehalte. Insbesondere Beschäftigte fürchten, dass sich die Arbeit mit der voranschreitenden Digitalisierung verdichtet, Anforderungen, etwa bei der Dokumentation, steigen und digitale Angebotsstrukturen eine Entgrenzung von Freizeit und Arbeit bedeuten. Es gibt viele Baustellen im Bereich des Sozialdatenschutzes und des Datenschutzes der Beschäftigten. Auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft zum massenhaften Verlust von Arbeit führt, so werden sich doch Anforderungsprofile verändern. Der Bedarf an Weiterbildung steigt.

Wie die Digitalisierung gelingen kann

Damit die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft gelingen kann, müssen die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt und einbezogen werden. Nur so können Vorbehalte abgebaut und der Kulturwandel gelingen. Der Einsatz digitaler Instrumente muss sich nach den Zielen der Sozialwirtschaft richten und darf nicht primär der Profitmaximierung dienen. Zudem sollen digitale Lösungen eine Erleichterung hervorrufen. Dies kann durch Weiterbildungen erreicht werden.

Die jüngsten Entwicklungen im Umgang mit der Pandemie stellen uns aus pädagogischer Sicht vor einige Herausforderungen. Schulen und Kitas sind geöffnet, Freizeiteinrichtungen öffnen wieder. Nun ist es besonders wichtig, Kinder und Jugendliche beim Prozess der Wiedereingliederung zu unterstützen. Es wäre falsch zu denken, dass diese Schritte allein gemeistert würden. Daher braucht es viel Zeit, Unterstützung und Kommunikation.

Die Kinder und Jugendlichen kommen mit wichtigen Fragen und Themen zurück in die Schulen, Kitas oder Freizeiteinrichtungen. Neben dem wichtigen informellen Austausch bspw. auf dem Schulhof und dem befreiten Kontakt miteinander, werden auch intensive Themen und Ereignisse aufkommen. Wie haben die Kinder und Jugendlichen die Pandemie erlebt? Was haben sie entdeckt oder gelernt? Was war schwierig oder welchen Stimmungen in den Familien waren sie ausgesetzt?

Für Pädagogen stellt sich die Herausforderung, den Ängsten, Sorgen und Themen einen angemessenen Raum, ohne Konfliktpotenzial zu ermöglichen. Viele Kinder und Jugendliche haben Traumata erlebt, vor allem, wenn noch familiäre Konflikte, Arbeitsplatzverlust der Eltern, eine Insolvenz des Familienunternehmens, die Veränderung der bestehenden Wohnsituation oder der Verlust eines geliebten Menschen. Dabei müssen pädagogische Betreuer*innen in den Einrichtungen und Organisationen Räume bieten, in denen diese Themen geteilt, besprochen und bestenfalls verarbeitet werden können.

Ein Lösungsweg könnten dabei erlebnispädagogische Angebote sein. Zwar ist aufgrund von Corona die Buchung von größeren Gruppenveranstaltungen (insbesondere in geschlossenen Räumen) erschwert oder schlicht nicht möglich, allerdings gibt es auch Möglichkeiten bspw. Wälder, Parks oder Grünanalagen zu nutzen, um dort einen anderen Rahmen für eine offene Gesprächskultur zu geben. Auch gesonderte Aktivitäten oder Workshops bieten Möglichkeiten eines befreiten Austauschs.

Wenn Sie Ihre pädagogischen Fähigkeiten weiterentwickeln möchten, bieten wir Ihnen hierfür unterschiedliche Kurse und Module an. Lernen Sie unter anderem in unserem Seminar Kinder gleichwürdig begleiten, wie Sie Kinder und Jugendliche in ihren echten Bedürfnissen stärken können. Erweitern Sie Ihre Kenntnisse im Bezug auf förderliche Lernräume und lernen Sie Methoden Kinder und Jugendliche mit Ruhe und Zeit für Lernprozesse zu begeistern in unserem Seminar Vom Wert der Ruhe – Entschleunigung im Kita-Alltag. Zudem können Sie für Ihr Team eigens angepasste Inhouse-Angebote bei uns anfordern. Kontaktieren Sie gern unsere Kollegin Frau Antje Sachs unter: antje.sachs@pbw-brandenburg.de und erhalten weitere Information und Inhouse-Angebote.

Der DigitalCampus Brandenburg geht in die nächste Runde und nimmt weiter Fahrt auf.

Wir freuen uns, am 04. August 2021 aus den Händen von Bildungsministerin Britta Ernst den Zuwendungsbescheid für das Projekt „DigitalCampus Plus” – Förderung digitale Lernplattform Weiterbildung erhalten zu haben.

Anläßlich ihres Besuchs in den Räumen des Paritätischen Bildungswerkes konnten wir Frau Ministerin Ernst einen Einblick in den aktuellen Stand des Projekts geben. Ein besonderes Highlight war dabei der Austausch mit den teilnehmenden Bildungseinrichtungen, die online über den DigitalCampus Brandenburg zugeschaltet waren und Frau Ministerin Ernst. Im Austausch miteinander wurden Zukunftsperspektiven für die Weiterbildungslandschaft in Brandenburg, das digitale Lernen und den DigitalCampus Brandenburg eruiert หน้า.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg sowie mit allen teilnehmenden Einrichtungen der Lernplattform.

Die Pressemitteilung des MBJS zur Übergabe des Zuwendungsbescheids finden Sie hier.

Pressefilm

Menschen mit Behinderung gehören mitten in die Gesellschaft, den Alltag sowie den Arbeits- und Bildungsmarkt. Die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen bietet für beide Seiten weitreichende Vorteile. Dennoch gibt es in allen Bereichen, jedoch insbesondere am Arbeitsplatz, noch Potenzial nach oben.

Natürlich müssen sich Einrichtungen und Unternehmen vorher die Frage stellen, ob bspw. die übertragenen Aufgaben keine Überforderung darstellen, wie die Belegschaft damit umgehen wird und inwieweit es auch Einfluss auf Arbeitsprozesse hat. Auch die Frage der finanziellen Aufwendungen sollte vorab geklärt sein. Hierbei ist zu bedenken, dass es eine Vielzahl von Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten gibt. Zum Beispiel:

Neben den finanziellen Aspekten gibt es aber auch viele innerbetriebliche Vorteile und Chancen durch die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. So werden behinderte Mitarbeiter*innen oftmals als sehr motiviert und gewissenhaft wahrgenommen. Zudem führt Inklusion oftmals zu einem sehr starken Für- und Miteinander, was sich wiederum positiv auf die Gesamtleistung auswirkt. Wichtig ist hierbei die gesamte Belegschaft einzubinden und dadurch Aufklärung, Bewusstseinsbildung und Dialog mit allen Beteiligten zu schaffen.

Inklusion beinhaltet jedoch nicht nur die Behinderungen von Geburt an, sondern betrifft oftmals auch die bestehende Belegschaft. Insbesondere ältere Mitarbeiter haben es oftmals schwer mit einer entstandenen Behinderung an einem bestehenden Arbeitsplatz barrierefrei zu arbeiten. Dabei ist es besonders wichtig, auch im Hinblick auf den demografischen Wandel, dass die Mitarbeiter*innen einen sicheren Arbeitsplatz haben, in den sie auch nach einer Erkrankung wieder eingegliedert werden.

Zusammengefasst ist Inklusion kein Thema von morgen, sondern von heute. Es gibt bereits viele Best Practice Beispiele für eine gelungene Umsetzung. Neben Förderprogrammen gibt es auch spezielle Netzwerke, Unterstützungsangebote und Initiativen, für eine positive und zielführende Inklusion von Menschen mit Behinderung.

Wer ebenso wie wir nach dem Prinzip des lebenslangen Lernens agiert, steht im Sommer vor besonderen Herausforderungen. Die Hitze mindert unsere Konzentration, Ausflüge sind geplant und die Motivation ist im Keller. Doch mit wenigen Tricks, lässt sich fast an jedem Ort mit kühlem Kopf und viele Freude lernen.

Der Hitzekoller war gestern

Ein wolkenloser Himmel und die Sonne scheint… wer bereits am Morgen den Lernort gut lüftet und im Anschluss die Fenster schließt und verdunkelt hat eine kühle Lernatmosphäre. Zudem ist das Gehirn besonders am Morgen leistungsfähiger. Nehmen Sie sich daher mittags eine Auszeit und starten Sie wieder am Abend, wenn es kühler wird. Um die Mittagshitze zu umgehen, bieten sich feuchte Tücher vor einem Ventilator an oder auch ein kühlendes Fußbad unter dem Schreibtisch (bei technischen Geräten in der Nähe bitte mit dem Wasser aufpassen!). Der Lernort muss aber nicht zwangsläufig in den eigenen vier Wänden sein. Ein Ausflug zum See mit einem Sonnenschirm und einem kühlen Getränk bringt einen neuen Energieschub und frische Luft mit sich. Auch bei einer Wandertour durch die Berge gibt es kühle und schattige Plätzchen, die zum Verweilen und Lernen einladen.

Zusätzlich braucht unser Gehirn eine Extraportion Energie. Dies erreichen Sie mit gutem Schlaf. Gerade im Sommer ist es in den heißen Nächten mitunter schwierig überhaupt zu schlafen. Neben den bereits erwähnten Tipps für kühle Räume, gibt es noch weitere Möglichkeiten. Nehmen Sie beispielsweise eine in ein dünnes Tuch eingewickelte “Wärmflasche” mit ins Bett. Natürlich sollte diese vorher im Kühl- oder Gefrierschrank gelegen haben.

Auch über die Ernährung lässt sich gerade im Sommer viel machen. Das heißt, viel trinken. Denn nur mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr arbeitet unser Körper und insbesondere das Gehirn mit voller Leistung. Wer nicht nur Wasser trinken möchte, sollte zu wasserreichem Obst und Gemüse greifen. Salatgurken oder Wassermelonen eigenen sich dafür hervorragend und bringen zudem noch eine gute Portion Mineralien, Nährstoffe und Vitamine mit sich. Da der Körper jedoch nicht nur von Wasser leben kann, sollten Sie zudem auf eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung achten. Tipps und Tricks gibt es auf zahlreichen (medizinischen) Food-Blogs.

Der Brandenburger Pflegefachtag

Brandenburger Pflegefachtag am 3. Juni 2021

Die Qualitätsgemeinschaft Pflege (QgP) der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Brandenburg veranstaltet in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV), den Verbänden der Pflegekassen sowie dem Bundesverband privater Anbieter (bpa) jährlich den zweitägigen Brandenburger Pflegefachtag.

Ziel des Pflegefachtages ist es mit denTeilnehmer*innen Handlungsoptionen und Strategien zur Sicherung und Gestaltung einer zukunftsfesten Pflegeinfrastruktur für das Land Brandenburg zu entwickeln. Damit verfolgt der Brandenburger Pflegefachtag vorrangig übergeordnete fach- und pflegepolitische Ziele und ist nicht allein als Fortbildungsveranstaltung für Pflege(fach)kräfte zu verstehen.

Der nächste Pflegefachtag findet als Online-Veranstaltung statt. Weitere Informationen, das Programm und die Anmeldung erhalten sie hier.

Der Deutsche Pflegekongress

Deutscher Pflegekongress am 15. – 17. Juni 2021

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2021 im CityCube Berlin wird wieder eine Vielfalt von Präsenzveranstaltungen anbieten. Neu ist ein deutlich sichtbarer Anteil an digitalen bzw. hybriden Sessions. Der Hauptstadtkongress wird damit kreativer, spontaner und dynamischer.

Das Jahr 2021 ist von besonderer Bedeutung für die Gesundheitspolitik. Es wird das Jahr sein, in dem die schwerwiegenden Konsequenzen der Coronapandemie sichtbar werden. Die Gesundheitspolitik wird den öffentlichen Diskurs mehr denn je bestimmen. Welche Veränderungen und Anpassungen verlangt ein Gesundheitssystem von allen Beteiligten? Dies ist nur eine der wichtigen Fragen, denen der Hauptstadtkongress 2021 nachgehen wird.

Weitere Informationen, das Programm sowie Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie hier.

“Digitalisierung und Pflege” – Eine Verbindung die viele Einrichtungen vor neue Herausforderungen stellt. Auch viele Mitarbeiter*innen haben irrtümlich Bedenken, da sie teilweise noch nicht erkennen, dass genau durch diese neuen Technologien neue Dienstleistungsangebote geschaffen werden, die einfach zu bedienen sind und die Pflege nachweislich entlasten. Insbesondere aufgrund der Überlastung der Pflegefachkräfte, sind Erleichterungen zwingend notwendig.

Doch wie profitieren Pflegebedürftige, aber auch Fachkräfte tatsächlich von neuen Technologien? Besonders sinnvoll ist die Implementierung eines einheitlichen wie auch mobilen Systems für eine übergreifende Patienten- und Pflegedokumentation. Diese Daten zu den Prozessen in der Einrichtung können genutzt werden, um Wissen, Informationen, Behandlungsergebnisse und die Personalauslastung zu verbessern. Die alltägliche digitale Entlastung begünstigt eine intensivere Zuwendung im Pflegealltag. Ein weiterer Vorteil hat sich speziell in Pandemiezeiten gezeigt bspw. durch Videosprechstunden. Durch digitale Konferenztools hat sich gezeigt, dass Beratungen im Pflegebereich, soziale Beziehungen untereinander, aber beispielsweise auch zu Angehörigen besser aufrecht halten bzw. gepflegt werden. Zudem wird der Pflegeberuf durch die eingesetzte IT attraktiver und der/die Mitarbeiter*in kann IT-Kompetenzen erfolgreich einbringen. Besonders der Pflegenachwuchs kann so besser angesprochen und gefördert werden.

Für eine gelungene Implementierung ist es erforderlich, dass die Mitarbeiter*innen unterstützt werden. Dabei helfen Schulungen, Erklärfilme und Workshops. Zusätzlich ist es unabdingbar, den Vorteil der Digitalisierung erlebbar zu machen und das von der Organisation bis zur Umsetzung. Damit die Umsetzung und Verwaltung auch einfach zu bewältigen ist, sollten Systeme mit einem benutzerfreundlichen und niederschwelligen Design gewählt werden.

Diversity oder Diversität bedeutet Vielfalt und Vielfältigkeit. Diversity bezeichnet die Integration und Wertschätzung aller Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Lebensalter, ihrer physischen oder psychischen Fähigkeiten oder anderer Merkmale. Im beruflichen Kontext beinhaltet das Diversity Management in einer Organisation oder Einrichtung nicht nur die reine Existenz eines diversen Teams, sondern vor allem die Gleichberechtigung der aller Menschen.

In vielen Bereichen wird zwar bereits Diversität gelebt, jedoch schleichen sich immer wieder typische Automatismen ein. So werden Führungspositionen oftmals an weiße, heterosexuelle Männer vergeben. Nun gibt es seit einigen Jahren die Initiative, Frauen in Führungspositionen zu stärken. Die Gleichberechtigung hört dort jedoch nicht auf. Besonders am Arbeitsplatz fehlt es oftmals an der bunten facettenreichen Repräsentation anderer Genderidentitäten, Hautfarben oder Religionen.

Dabei zeigt sich, dass diverse Teams nicht nur aus sozialer Sicht einen immensen Vorteil mit sich bringen. Diverse Teams arbeiten kreativer, bringen verschiedene Denkansätze, Kulturen und Weltanschauungen ein und haben damit einen maßgeblich positiven Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg. Zusätzlich erreichen Einrichtungen und Organisationen, die Diversität tatsächlich etablieren, eine weitaus bessere Reputation. Dies wirkt sich nicht nur auf die bestehenden Mitarbeiter*innen positiv aus, sondern erhöht auch die Reichweite für potenzielle Fachkräfte.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Diversität und Gleichberechtigung in Einrichtung oder Organisation zu erweitern.

  1. Die Formulierung: Dabei sollte sowohl im digitalen als auch analogen Bereich auf die Formulierung geachtet werden. Es sollten keine Gruppen allein durch die Formulierung ausgenommen werden. Auch bei Stellenausschreibungen sollte auf die Inklusivität geachtet werden und vom generischen Maskulinum Abstand genommen werden.
  2. Diversität zeigen: Einrichtungen und Organisationen sollten öffentlich und weltoffen hinter der bereits gelebten Diversität stehen. Über verschiedene Marketing-Kanäle, wie die eigene Website oder Social Media, kann die eigene Offenheit und Gleichberechtigung gut dargestellt werden. Dabei ist die Authentizität besonders wichtig, sonst outet sich die Einrichtung schnell als unglaubwürdig.
  3. Netzwerke: Im Bereich “Bildung und Soziales” gibt es viele Organisationen und Einrichtungen. Jedoch ist die Vernetzung untereinander bisher nur partiell erfolgt. Dabei lassen sich über diese Synergien neue Wege und Ideen konzipieren. Auch gemeinsame Modellprojekte schaffen nicht nur für die eigene Einrichtung einen Mehrwert, sondern bilden auch die Zukunft unserer Gesellschaft – im wahrsten Sinne.
  4. Eigene Mauern: Neben allen guten Vorsätzen sind es letztlich die eigenen Mauern, die uns einschränken. Diese inneren und unterbewussten Vorurteile hat jeder Mensch. Auch wenn gewisse Vorurteile selbst auffallen, ist es mitunter schwer diese direkt und eigenständig zu beheben. Ein seltenes, aber sehr lohnenswertes Mittel ist die Blindbewerbung. Dabei wird auf ein Bewerbungsfoto und mitunter sogar auf den Namen verzichtet. Die ersten Entscheidungsprozesse lassen sich so unbefangener gestalten.

Für weitere Informationen rund um das Thema Diversität und Gleichberechtigung möchten wir Ihnen den Charta der Vielfalt e.V. empfehlen. Dort finden Sie viele weitere Ansätze, Themenbereiche und Austauschforen. Zudem findet am 18. Mai 2021 der 9. Deutsche Diversity Day statt. Dort können Sie ab sofort mit verschiedenen Aktionen selbst teilnehmen und mit Ihrer Organisation #FlaggefürVielfalt zeigen.

Für BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement) gibt es viele Maßnahmen. Wir möchten Ihnen in den Bereichen Ernährung, Sport und Bewegung, Teamkommunikation und Arbeitsplatz einen ersten Überblick zu möglichen Maßnahmen geben. Wenngleich sich unsere Zusammenarbeit zum Teil in den aktuellen Pandemiezeiten verändert hat, ist es gerade jetzt sinnvoll das Thema BGM anzugehen. Viele Ideen lassen sich auch virtuell umsetzen und einige Ideen benötigen Vorbereitung und Planung für eine Zukunft nach der Pandemie.

Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zu einer gesunden Lebensweise. Besonders am Arbeitsplatz wird in stressigen Situation schnell mal zu einer Süßigkeit oder in kurzen Pausen zu Fast Food gegriffen. Hier können Unternehmen und Einrichtungen mit gesunden Alternativen aktiv unterstützen.

Die einfache und zudem wirksame Maßnahme ist der frische Obst- oder Gemüsekorb. Zusätzlich zur dieser frischen Alternative bietet es sich an Nüsse, Müsli oder auch frisches Brot als Zwischensnack anzubeiten. Auch ein Angebot an zuckerfreien Getränken wie Wasser (auch mit Geschmack) oder Tee ist für Ihre Mitarbeiter*innen eine gute Erfrischung. Besonders empfehlenswert ist eine Betriebsküche, in der die Mitarbeiter*innen die Möglichkeit haben frisch zu kochen, Essen zu erwärmen oder zu kühlen. Auch kann die Betriebsküche ein Ort für gemeinsame Gespräche und eine gute Stimmung sein. Sofern in Ihrem Unternehmen eine Kantine oder Kooperationen mit einer Kantine bestehen, fördern Sie gesunde Angebote und die Möglichkeit eine Mittagsmahlzeit einnehmen zu können.

Sport und Bewegung

Viel Bewegung und Sport helfen zum Beipsiel bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Leiden oder Bluthochdruck. Besonders am Arbeitsplatz ist man häufig am Schreibtisch oder in Pflegeberufen mit schweren körperlichen Aufgaben betraut. Genau hier setzt BGM an, untersützt die sportliche sowie körperliche Verfassung der Mitarbeiter*innen und ermöglicht eine Leistungskonstante aber auch -steigerung.

In vielen größeren Unternehmen und Einrichtungen gibt es eigene Mannschaften, Laufgruppen oder generelle Gruppentrainings. Neben der Steigerung der Fitness ergeben sich hier auch Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation und -bindung. Besonders die aktive Pause ist eine gute Maßnahme und lässt sich sogar in aktuellen Pandemiezeiten umsetzen. Vereinbaren Sie mit Kolleg*innen eine feste Pause von 10-15 Minuten und treffen Sie sich in einem virtuellen Raum. Dort können Sie gemeinsam Übungen oder auch sportliche Spiele gemeinsam durchführen. Auch Workshops oder externe Coachings für das gesamte Team sind empfehlenswert.

Teamkommunikation

Stress und ein toxisches Teamgefüge wirken sich negativ auf die Arbeitsleistung aus und langfristig auf die Gesundheit. Daher ist es besonders wichtig die Teamkommunikation und den Zusammenhalt zu stärken. Denn nur ein mental gesundes Team kann auch positive Ergebnisse erzielen und an einem Strang ziehen.

Regelmäßige Mitarbeitergespräch wirken sich begünstigend auf ein gutes Betriebsklima aus. Es entstehen offen und ebenbürtige Beziehungen und Konflikte können zeitnah angesprochen werden. Somit baut sich kein Frust auf. Um auch Spaß und Freude bei der Zusammenarbeit zu haben, helfen Teambuilding-Maßnahmen. Gemeinsame Ausflüge, sportliche Aktivitäten oder der gemeinsame Besuch eines Escape-Games stärken die Zusammenarbeit und das Arbeitsklima. Um mentale Gesundheit zu fördern ist es wichtig, klare Regeln für die Erreichbarkeit zu kommunizieren. Das Gefühl ständig erreichbar sein zu müssen, baut einen immensen Druck auf. Dies findet auch Anwendung bei der strikten Einhaltung und Akzeptanz von Pausenzeiten, Krankheit oder Urlaub. Jedes Team steht und fällt mit der Führung. Daher sollten sich Führungskräfte schulen lassen, um die Maßnahmen zielführend umzusetzen und insbesondere im Team die Situation gut einschätzen zu können.

Arbeitsplatz

Wir befinden uns einen Großteil unserer Zeit am Arbeitsplatz. Daher sollte dieser auch eine gewisses Wohlgefühl mit sich bringen. Je wohler man sich an einem Ort fühlt, desto höher ist die Leistung.

Im Büro und in Verwaltungsbereichen schaffen Sie durch individuell verstellbare Tische, Stühle und Monitore einen ergonomischen Arbeitsplatz. Eine weitere gesunde Ergänzung bieten Stehtische. Die veränderte Arbeitsposition bietet nicht nur eine optische Abwechslung sondern unterstützt auch die Durchblutung der Beine. Ein Ruheraum bietet die Möglichkeit einen Moment in kompletter Ruhe zu verbringen und in einem Arbeitstag neue Energie zu gewinnen. Im Besonderen ist die Ermöglichung der Work-Life-Balance förderlich für die Gesundheit der Mitarbeiter*innen. Das bedeutet flexible Arbeitszeitmodelle, Home Office, Betriebskindergärten und Ausgleichstage. Damit steigern sie zudem die Motivation Ihrer Mitarbeiter*innen.

Fazit

Gerade in heutigen Pandemiezeiten ermöglichen geplante BGM-Maßnahmen, vor allem im virtuellen Raum, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation eines Teams. Damit Sie nicht allein sind mit der Planung, helfen wir Ihnen gern weiter. Weitere Informationen erhalten Sie auf unseren Unterseiten zu BGM oder auch Bildungsangebote im Bereich Gesundheitsförderung & (betriebliches) Gesundheitsmanagement.

Was ist das eigentlich und wie kann ich es anwenden?

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Nur mit leistungsfähigen, gut ausgebildeten, motivierten und vor allem gesunden Beschäftigten sind akute Herausforderungen zu bewältigen und strategische Ziele zu erreichen. Mit den verschiedenen Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements investieren Sie daher nicht nur in die Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern sichern auch die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit Ihrer Organisation.

Viele Unternehmen und Einrichtungen befürchten die höheren Kosten. Langfristig lohnt sich allerdings jede Ausgabe in diesem Bereich, da der positive Effekt überzeugen. So erreichen Sie den Erhalt bzw. die Steigerung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit, eine mögliche Senkung von Krankenständen und somit Personalkosten sowie insgesamt eine Verbesserung der Kommunikationsstrukturen im gesamten Unternehmen, wodurch sich die erhöhte Arbeitszufriedenheit und damit einhergehend eine Steigerung der Produktivität ergeben.

Die Anwendung erfolgt zunächst durch eine Bedarfsanalyse. Hierbei soll festgestellt werden, was sich Ihre Mitarbeiter*innen wünschen und welche Potentiale noch nicht ausgeschöpft werden konnten. Nach der Bestandsaufnahme folgt die Planung. Sie entwickeln eine Strategie und planen die Umsetzung der Maßnahmen. Die Umsetzung der Maßnahmen bildet den offensichtlichen Teil von BGM. Besonders wichtig ist eine zielgruppenspezifische und transparente Kommunikation der Maßnahmen, um eine möglichst hohe Akzeptanz sowie Teilnahme zu erreichen. Um die Qualitätssicherung und -entwicklung zu gewährleisten, lohnt es sich mittels einer Evaluation zu erfassen, ob die Maßnahmen einen positiven Effekt erzielt haben und an welchen Stellen die Planung bzw. Umsetzung noch verbessert werden kann.

Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention – in kurzer Form als Präventionsgesetz (PrävG) bekannt – regelt seit 2016 die Zusammenarbeit von Sozialversicherungsträgern, Ländern und Kommunen in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung. Ziel des Gesetzes ist es, die Gesellschaft für gesundheitliche Themen zu sensibilisieren und die Vorbeugung von Gesundheitsrisiken, Früherkennung oder Gesundheitsförderung weiterzuentwickeln. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.